WIE SIE HELFEN KÖNNENSPENDEN NEWSLETTER

 

Aktuelles

G8 – große Wort, k(l)eine Taten!

Der G8-Gipfel in Japan ist vorbei. Aber was bleibt? Nicht viel, befürchtet Save the Children. „Die Ergebnisse des Gipfels zeigen wieder einmal, dass zu wenige Staatschefs wirklich etwas gegen die Probleme der armen Länder tun wollen“, so Adrian Lovett von Save the Children, der den G8-Gipfel auf Hokkaido beobachtete.

Während aufgrund der Nahrungsmittelkrise überall auf der Welt Millionen Kinder und ihre Familien um das nackte Überleben kämpfen, trafen sich im Juli in Toyako Staats- und Regierungschefs, um bei Kaviar und Wein über die Probleme der Welt zu diskutieren. Aber weder beim großen Thema Klimaschutz noch bei den notwendigen Schritten zum Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele wurden nennenswerte Fortschritte erzielt. Vielmehr haben sich die Staats- und Regierungschefs lediglich zu den bereits bestehenden Verpflichtungen bekannt.

Die Ergebnisse des Gipfels wurden in einer Reihe von sogenannten Kommuniqués veröffentlicht. Für die Arbeit von Save the Children ist vor allem das Kommuniqué zu Entwicklung und Afrika von besonderer Bedeutung:

Gesundheit, Hunger, Kindersterblichkeit:

  • In den nächsten fünf Jahren werden 60 Mrd. US$ für den Kampf gegen spezifische Krankheiten wie Malaria und Masern mobilisiert. Bis 2010 werden z.B. weitere 100 Mio. Moskitonetze für den Kampf gegen Malaria zur Verfügung gestellt. Allerdings wird das Geld nicht dazu eingesetzt, auch die Gesundheitssysteme von Entwicklungsländern zu verbessern, so wie es ursprünglich vorgesehen war.
  • Die Zahl des medizinischen Personals soll generell auf 2,3 Fachkräfte pro 1.000 Einwohner aufgestockt werden, so wie es die WHO fordert. Eine Frist hierfür wurde jedoch nicht genannt.
  • Für Mütter, Säuglinge und Kinder sollen Prävention und Fürsorge inkl. Ernährung verbessert werden. Das Kommuniqué nennt aber weder Maßnahmen noch Zahlen, wie und bis wann dies erreicht werden soll.

Bildung:

  • Die G8-Länder wollen Geldmittel mobilisieren, um die Unterfinanzierung der Fast Track Initiative zu beseitigen. Dadurch werden 10 Mio. weitere Kinder zur Schule gehen können.
  • Ein Schwerpunkt der Bildungshilfe soll auf fragile Konfliktstaaten gelegt werden.

Finanzhilfe:

  • Die jährliche Finanzhilfe für Afrika soll um 25 Mrd. US$ aufgestockt werden.

Nach den enttäuschenden Ergebnissen richtet Save the Children nun seine Aktivitäten auf den „Millenniums-Gipfel“ im September in New York und fordert Staats- und Regierungschefs auf, bei diesem Gipfel zum Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele konkrete Maßnahmen zur Förderung von Bildung und Reduzierung von Kindersterblichkeit zu ergreifen. „Dabei müssen sich auch die Entwicklungsländer ihrer Verantwortung stellen. Im September muss die UN deshalb alle Staats- und Regierungschefs an einen Tisch bringen, die wirklich etwas bewegen wollen, um praktische Pläne zu diskutieren, die das Leben von Kindern retten und Millionen weiteren Kindern den Schulbesuch ermöglichen“, so Adrian Lovett.

 

. Helfen Sie uns, die Entwicklungsziele zu erreichen.

06.08.2008