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Blick nach vorn für die Kinder in AngolaDer Präsident von Angola hat für 2008 Wahlen angekündigt. Wenn sie tatsächlich stattfinden, sind es die ersten Wahlen seit 1992. Angola erholt sich zusehends von den Wirren des Bürgerkrieges. Die Menschen in Angola schauen nach vorn und sehen den Veränderungen in ihrem Land positiv entgegen.
Der Bürgerkrieg in Angola begann mit der Erklärung der Unabhängigkeit im Jahr 1975. Erst 27 Jahre später kam ein stabiler Waffenstillstand zustande. Fast 4 Millionen Menschen flüchteten oder wurden aus dem Land vertrieben. Die meisten von ihnen sind inzwischen wieder zurückgekehrt. Aber Straßen, Schulen und Krankenhäuser in vielen Regionen sind vom Krieg zerstört, überall gibt es noch gefährliche Landminen.
Angola könnte eines der reichsten Länder Afrikas sein: Das Klima ist günstig, es gibt Wasser, fruchtbares Land und reichhaltige Bodenschätze wie Öl, Diamanten und Eisenerze. Und doch ist das Leben der Menschen von Armut geprägt: 45% der Bevölkerung sind unterernährt, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 41,1 Jahren und jedes vierte Kind stirbt noch vor seinem fünften Geburtstag.
Die Antwort von Save the ChildrenSave the Children unterstützt die Kinder in Angola seit 1989. Aber erst mit dem Ende des Konflikts konnten wir Projekte für eine langfristige Entwicklung ausbauen. Der Schutz von Kindern, besonders von Waisenkindern, steht dabei immer im Vordergrund. So bemühen wir uns erfolgreich darum, Kinder wieder mit ihren Familien zu vereinen. Auf politischer Ebene setzt sich Save the Children aktiv dafür ein, dass die Bedürfnisse von Kindern in der nationalen und lokalen Gesetzgebung berücksichtigt werden.
Schutz von Flüchtlingskindern: Oft ist eine Geburtsurkunde der Schlüssel zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Unser spezielles Programm in Sanza Pombo, Tchicala Tcholohanga und Quibala hilft Flüchtlingskindern, ihren Namen und ihre Herkunft herauszufinden, damit sie sich registrieren lassen können und amtliche Papiere erhalten. Zusätzlich unterstützen wir diese Kinder bei der Suche nach ihren Angehörigen und helfen zurückkehrenden Familien beim Wiederaufbau ihrer Existenz.
Bekämpfung von Armut in den Städten: 2000 startete Save the Children ein erfolgreiches Projekt zur Bekämpfung von Armut in Angolas Hauptstadt Luanda. In enger Zusammenarbeit mit den Kindern und ihren Familie, haben wir in einem armen Stadtviertel von Luanda Kinderkrippen, Jugendgruppen, Elternräte und Einkaufsgenossenschaften gegründet. In den Kinderkrippen bekommen die Kinder zwei Mahlzeiten am Tag und eine erste Schulbildung. Inzwischen gibt es in vielen Stadtvierteln Elterninitiativen, die Kinderkrippen und Einkaufgenossenschaften gründen. Angolas Regierung hat das Projekt als Modell für andere Städte übernommen.
Verbesserung der Gesundheit von Kindern: Save the Children bildet in Chipipa und Tchicala Tcholohanga medizinisches Personal aus und stärkt dadurch die Gesundheitsversorgung. So können viele Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben geimpft werden. Die Kindersterblichkeit in diesen Regionen sinkt und das Vertrauen der Bevölkerung in die Krankenstationen wächst. Ein unerwarteter Nebeneffekt der Impfungen ist, dass wesentlich mehr Eltern ihre Kinder wieder zur Schule schicken. Denn die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes leisten auch hier Überzeugungsarbeit.
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