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Malawi

Malawi.

HIV und Hunger

Malawi ist ein kleines Land in Südostafrika, ungefähr so groß wie Ungarn. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich: Berge, Täler und flache Ebenen prägen das Landschaftsbild. Der Malawi See, an dessen Ufer das Land liegt, ist der drittgrößte See Afrikas. Das Klima ist subtropisch, die Regenzeit dauert von November bis Mai.
Die 13,5 Millionen Einwohner Malawis zählen zu den ärmsten Menschen der Welt. Über die Hälfte lebt von weniger als einem US-Dollar am Tag, 34% der Bevölkerung ist unterernährt. Die Lebenserwartung in Malawi liegt bei 43 Jahren. Krankheiten wie Tuberkulose und HIV/AIDS stellen die Bevölkerung vor große Probleme. 92 von 1.000 Neugeborenen sterben bereits wenige Tage nach der Geburt, weitere 175 erleben ihren fünften Geburtstag nicht.

 

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Die Kindersterblichkeit in Malawi ist so hoch wie in fast keinem anderen afrikanischen Land. Das liegt nicht nur an Krankheiten wie Tuberkulose und HIV/AIDS, sondern auch an veralteten Verhaltensweisen (z.B. dem Einreiben mit Lehm gegen Krankheiten durch Medizinmänner), die verhindern, dass Kinder gesund aufwachsen können.
  • Nahezu alle Familien in Malawi bauen auf ihren kleinen Feldern ausnahmslos Mais an. Oftmals ist das Feld nicht groß genug, um die ganze Familie zu ernähren. Wenn die Vorräte aufgebraucht sind, hungern viele Menschen. Einseitige Ernährung führt zu weiteren Problemen wie Mangelerscheinungen.
  • Bildung ist auch für Kinder in Malawi der Schlüssel für die Zukunft. Um Armut und Hunger zu überwinden, müssen alle Kinder Grundbildung erhalten.

 

Die Antwort von Save the Children

Save the Children hilft seit 1983 Kindern und ihren Familien in Malawi und hat das Leben von über 2 Millionen Menschen direkt oder indirekt verbessert. Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Impfungen, Familienplanung und sauberes Trinkwasser stehen dabei ebenso im Vordergrund wie qualitative Grundbildung für Mädchen und Jungen. Außerdem helfen wir in Notsituationen und verteilen Nahrungsmittel und Zusatznahrung an unterernährte Kinder und Erwachsene.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Veränderung von traditionellen und gelernten Verhaltensweisen, die das gesunde Heranwachsen von Kindern verhindern. Oftmals gehen Mütter nicht rechtzeitig ins Krankenhaus, wenn ihr Kind krank wird. Einerseits sind Medizinmänner leichter zu erreichen, da sie im Dorf leben und nicht wie das Krankenhaus weit entfernt sind. Andererseits erlauben die Männer der Familie der Frau nicht, ins Krankenhaus zu gehen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen nun zwei Projekte vor, die auf die positive Änderung von Verhaltensweisen abzielen:

 

Zwei Beispiele für die Arbeit von Save the Children

Agogo-ClubAgogo-Clubs: Oftmals gefährden überlieferte, traditionelle Praktiken die Überlebenschancen von Neugeborenen. Save the Children schult die Großeltern als Bewahrer der traditionellen Werte der Gemeinschaft, um Verhaltensänderungen bei Müttern zu bewirken. mehr

 

 

Kangaroo Mother Care. Känguru-Mütter-Programm: Unser Känguru-Mütter-Programm ist Teil unserer "Saving Newborn Lives"-Initiative. Die Überlebenschancen von Frühgeburten können mit einfachen Mitteln verbessert werden. mehr

 

 

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